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	<title>Andrea und Dieter on tour &#187; Indien</title>
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		<title>Vom 11. bis 16. 12. Badeurlaub in Varkala am Arabischen Meer</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2014 15:57:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am Donnerstag, unserem 11. Ashram-Tag, haben wir zum letzten Mal alles mitgemacht: Meditation und Satsang um 6:00 Uhr, Yoga um 8:00 Uhr und Frühstück um 10:00 Uhr. Ruaidhri, Deidre und Dermot, die sympathischen Iren, waren schon einen Tag vorher nach &#8230; <a href="http://www.andie-on-tour.de/?p=2265">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag, unserem 11. Ashram-Tag, haben wir zum letzten Mal alles mitgemacht: Meditation und Satsang um 6:00 Uhr, Yoga um 8:00 Uhr und Frühstück um 10:00 Uhr. Ruaidhri, Deidre und Dermot, die sympathischen Iren, waren schon einen Tag vorher nach Varkala aufgebrochen. Sie hatten genug von dem strikten Tagesablauf im Ashram, und uns reichte es nun auch. Gestern war noch ein Tagesausflug mit Boatstrip für Freitag zu Keralas Backwatergebiet angekündigt worden. Der Bus sollte am Ende der Tour in Varkala halten. Das könnten wir doch noch mitnehmen! Wir schafften es, zu arrangieren, dass wir am folgenden Tag in Kollam zusteigen würden. Für heute kamen wir gegen 13:00 Uhr endlich los. Wir waren wieder allein unterwegs, und fühlten uns herrlich frei und voll, voller Erlebnisse, die verarbeitet werden wollten. Wir fuhren durch eine feuchte, heiße Dschungellandschaft auf meist gut ausgebauten Straßen, durch Orte mit viel Verkehr und modern verglasten Läden. Südindien scheint viel wohlhabender zu sein als der Norden. Es waren kaum Kühe auf den Straßen, wir kamen an einer Aufzuchtstation für Wild vorbei, es wurden überall Yoga und Massagen angeboten, und es gab mehrere Touristenresorts. Nach etwa zwei Stunden Autofahren kamen wir am Odayam Beach in Varkala an. Wau! Was für eine Oase am Meer!</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2279'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6384_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6384_klein" /></a>
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<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2282'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6466_klein-e1418836858333-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6466_klein" /></a>
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<p>Man erwartete uns schon und servierte uns sofort einen Begrüßungssaft. Man zeigte uns unsere Bambushütte: Super schnuckelig, mit Veranda, Hängematte und Blick auf den kleinen Strand davor. Um uns herum nur drei weitere Cottages, das Restaurant, und ein angeschlossenes Heritage, aber alles klein und überschaubar. Direkt unter uns eine neu angelegte Bananenplantage, schattenspendende Palmen, und dann kam schon der Strand. Wir sind sofort ins Wasser. Unsere letzten fünf Tage Badeurlaub standen an. Die Wellen kamen regelmäßig, man musste nur hinter die Brandung kommen, damit man entspannt schwimmen konnte. Das Wasser hatte eine Temperatur von etwa 29 Grad, draußen war es mindestens 35 Grad. Keine gefährlichen Quallen oder sonstigen Meerungeheuer in Sicht, purer Genuss! Wir spazierten die Küste entlang nach Norden, alles am Hochufer gut möglich, vorbei an Touristenresorts, die nur spärlich bewohnt oder gar verlassen waren, vorbei an ärmlichen Fischerunterkünften und kleinen Buchten, wo Krähen sich an Abfallresten verköstigten. Über uns Milane, Fisch- und Weißkopfadler. Wir gingen zurück und setzten uns an die Tische, die vom Resort direkt am Strand aufgestellt waren und aßen fürs erste vegetarisch: Butter Paneer Masala und Cashnew Paneer, dazu unsere geliebte Lemon Soda. So lecker!!! Ente war das Leben schön! Hier würden wir es für die nächsten fünf Tage aushalten! Wir wachten gewohnheitsmäßig früh auf, meditierten, machten ein paar Yoga-Übungen und gingen dann schwimmen. Ein Paradies war das hier, wir konnten es immer noch kaum glauben. Ein Chai Masala wurde uns sogar an die Hütte gebracht &#8211; die Inder sind in ihrer Gastfreundschaft einfach nicht zu toppen. Dann kam das Taxi nach Kollam, wo wir die anderen für die Backwatertour treffen wollten. Die Armen waren ja schon um 5:20 Uhr geweckt worden und schon lange mit dem Bus unterwegs. Um halb zehn trafen wir die Gruppe, hatten ein super Frühstück zusammen, und ab ging es zum Hafen von Kollam, wo der nette Sajan aus dem Ashram ein Boot für uns gemietet hatte. Wir haben uns riesig gefreut, Tammi, die Amerikanerin und Madoka, die Japanerin noch einmal zu sehen, und ich habe die Hobbyfotografin Katre, die eigentlich aus Estland stammt, aber schon seit neun Jahren in Australien lebt, kennengelernt.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2284'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6430_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6430_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2283'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6424_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6424_klein" /></a>
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<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2287'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6404_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6404_klein" /></a>
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<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2290'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6429_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6429_klein" /></a>

<p>Die vierstündige Bootsfahrt war eigentlich nur deshalb so schön, weil wir sie mit lauter Leuten aus dem Ashram zusammen gemacht haben, und wir so endlich mal Zeit hatten, mit ihnen ausgiebiger zu klönen. Das Backwatergebiet, auf dem wir fuhren, war breit und groß, es soll allerdings auch eines geben, was bis auf die völlig andere Flora und Fauna natürlich an das weitverzweigte Spreewaldgebiet mit den vielen kleinen Flussgabelungen erinnern soll. Danach ging es zu einem ausgiebigen Lunch und dann an den Strand von Varkala, nicht weit von dort entfernt, wo wir unsere Hütte hatten. Allerdings war dieses Varkala richtig touristisch, eine ganze Shopping- und Restaurantmeile am Hochufer über dem langen, goldenen Strand. Und überall wurde der frischeste Fisch, den man sich nur vorstellen kann, angeboten: wir haben Barracuda und Blauen Merlin und King Prawns gegessen, alles super lecker und meist unter 20 Euro für uns beide.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2291'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3502_klein1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3502_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2292'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3504_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3504_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2293'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3512_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3512_klein" /></a>
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<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2296'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6549_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6549_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2297'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6551_klein-e1418838107458-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6551_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2298'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6554_klein-e1418838090817-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6554_klein" /></a>

<p>Unglaublich! So plätscherten unsere letzten Urlaubstage dieser wahrlich großartigen Reise friedlich dahin. Morgens schauten wir immer beim Frühstück den Fischern zu, wie sie ihre Netze einholten und ihre Boote an Land brachten, dann ging es auf die schattigen Liegen unseres Resorts, wir schrieben unsere Ashramerlebnisse auf, zwischendurch immer baden im Arabischen Meer, dann Spaziergänge am Hochufer, die letzten Shoppingtouren in Varkala, und abends trafen wir uns mit Dermot, Deirdre, Ruaidhri, Martha aus Polen und Marianne aus Brasilien, die wir noch aus dem Ashram kannten, und die auf ihren Reisen meist alle hier kurz Station machten. An unserem Abschiedsabend bekam ich plötzlich Rückenschmerzen. Merkwürdig: Dieter hatte sich auf der Hinreise noch im Wiener Flughafen verhoben, so dass ich dort sein Handgepäck schleppen musste, und jetzt, am Ende unserer Reise, bekam ich Rückenschmerzen, und er musste meinen kleinen Rucksack schleppen. Ärgerlich, aber das waren in den zweieinhalb unvergesslichen Reisemonaten tatsächlich die einzigen Schmerzen bzw. Krankheiten, die uns plagten. Kein Durchfall, kein Fieber, keine Mückenstiche &#8211; nur einmal Blutegel im Chitwan Nationalpark und Flohstiche in Lals Auto. Das ist für Indien doch wirklich eine super Bilanz.</p>
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		<title>Ashram Intermediates</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Dec 2014 11:03:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wir haben die Zeit im Ashram überstanden, gut überstanden, nein, wir haben sie genossen und irre viel gelernt. Wir haben uns elf Tage lang in eiserner Disziplin geübt, elf Tage nach einem strikten Tagesablauf gelebt von fünf Uhr zwanzig am &#8230; <a href="http://www.andie-on-tour.de/?p=2228">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben die Zeit im Ashram überstanden, gut überstanden, nein, wir haben sie genossen und irre viel gelernt. Wir haben uns elf Tage lang in eiserner Disziplin geübt, elf Tage nach einem strikten Tagesablauf gelebt von fünf Uhr zwanzig am Morgen bis halb zehn, manchmal auch länger, am Abend.</p>
<p><a href="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6522_klein1-e1418622325752.jpg"><img class="size-medium wp-image-2250 aligncenter" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6522_klein1-e1418622325752-225x300.jpg" alt="SAM_6522_klein" width="225" height="300" /></a>Es ist erstaunlich: das Sitzen auf dem Fußboden mit gekreuzten Beinen macht uns nichts mehr aus, die Beine entspannen sich irgendwann von ganz allein und werden vom eigenen Gewicht nach unten gezogen. Meditieren kann wunderbar und wohltuend sein, das Aufwärmen, die Yoga-Übungen, richtiges, bewusstes Atmen, alles zweimal am Tag für fast zwei Stunden unter professioneller Anleitung praktiziert, das hat in unseren Körpern einiges in Bewegung und in Fluss gebracht. Und obwohl wir beide in die Anfängerklasse gegangen sind, haben wir alle zwölf Basic Sivananda-Yoga-Stellungen schon probiert: vom Schulterstand, über den Pflug, zur Brücke und zum Fisch, vom Vornüberbeugen im Sitzen und Stehen, über die Kobra, den Bogen, die Krähe und anderen, bis zum Kopfstand. Einmal habe ich den Kopfstand hingekriegt: Dieter oder ein Helfer stand an meiner Seite und passte auf, dass ich nicht vornüber falle. Es war ein beglückendes, wohltuendes Gefühl, das ich gern öfter genießen würde, aber um Sicherheit für diese Übung zu gewinnen, müsste ich trainieren, trainieren, trainieren. Ein wenig Angst, dass einer von uns beiden sich aus falschem Ehrgeiz eine Verletzung zuziehen würde, war immer dabei. Es war superschön zu sehen, dass Dieter genauso großen Gefallen an dem intensiven Yoga gefunden hat, wie ich es schon immer hatte. Das frühe Aufstehen fiel uns beiden leicht, das vegane Essen ohne Zwiebeln, Knoblauch und Pilzen hat uns total lecker geschmeckt und war absolut ausreichend. Abgenommen haben wir, glaube ich, trotzdem nicht. Bei Tammi, einer US-amerikanischen Mitarbeiterin im diplomatischen Korps in Afghanistan und in meinem Alter, purzelten hingegen ganz schnell drei Kilo. Gleich am ersten Programmtag wurde uns klar, dass uns für kleine Entspannungspausen in der &#8220;Health Hut&#8221;- Kneipe oder auch für einen ausgiebigen Mittagsschlaf nicht viel Zeit bleiben würde. Nach morgendlicher Meditation mit anschließendem Satsang gab es einen Tee, eine kleine Klönpause, in der man immer wieder neue Leute kennenlernte, und schon fingen um acht Uhr die Yogaklassen an.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2247'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6279_klein-e1418622891855-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6279_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2233'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3373_klein1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3373_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2255'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6289_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6289_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2262'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3375_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3375_klein" /></a>

<p>Um 10 Uhr gab es Lunch: immer Reis mit Curry, frischem Gemüse, Wurzeln, Tomaten, Roter Beete, Knusperbrot, Soßen zum Dippen, einer Süßspeise, manchmal ein Stück Ananas oder eine Banane dabei, immer von allem so viel man wollte. Und um elf Uhr stand verpflichtendes Karma-Yoga für alle Neuankömmlinge an. Huch, was war denn das? Den frisch gepressten Orangensaft, den es in der Health Hut geben sollte, musste ich mir erst einmal verkneifen. Miste! Stattdessen  auf zum Karma-Yoga in die große Shiva-Halle! Wir waren etwa vierzig Yoga-Urlauber, die dort zusammenkamen, und schnell fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Na klar, wir waren in einem Ashram und nicht in einem Wellness-Hotel. Hier musste jede/r mit anpacken, etwas für die Gemeinschaft tun, Klos putzen, Schlafräume putzen, Essen verteilen, usw., das ist natürlich gut fürs Karma. Ich meldete mich für den Ashram-Laden als Helferin, Dieter für die Health Hut. Tja, und da waren sie wieder, meine beiden Frauen, die ich eigentlich nicht so gern näher kennenlernen wollte: die trödelige Kolumbianerin, Julie, gehörte zum Staff und organisierte den Verkauf. Sie war also meine neue Chefin. Und die hektische Italienerin hatte nichts Eiligeres zu tun, als zu sagen, dass sie sowieso nur abends könne, weil sie auch noch so ein anstrengendes Entgiftungspaket im Health Institute gebucht hätte. Als Julie wollte, dass ich immer vormittags von zwölf bis eins arbeite, fielen mir siedendheiß meine drei gebuchten Massagetermine ein: um zwölf. Also bat auch ich darum, lieber abends arbeiten zu können. Mit den ganzen Terminen wurde es allmählich eng und mein imaginierter, gemütlicher Orangensaft in der Health Hut am Abend rückte in immer weitere Ferne. Also gut, morgen hatte ich noch keine Massage, da würde ich vormittags kommen und die nächsten Tage dann eben abends. Was tut man nicht alles fürs Karma! Heute war noch frei. Kurz vor zwölf traf ich Dieter im Zimmer. Er hatte wegen seiner Massagetermine seine Arbeitszeit gleich in die Abendstunden verlegen können. Vielleicht würde er mir dann ja nebenbei einen Orangensaft organisieren können? Ich merkte, wie süchtig ich nach dem frisch gepressten Getränk plötzlich war. Für heute hatten wir erst einmal eine kleine Mittagspause bis zu den nächsten Yogaklassen um halb vier. Wir wollten uns ausruhen. Aber, oh Schreck, was war denn das? Um zehn vor zwei wurde schon wieder die Glocke geläutet: Lecture stand auf dem Programm. Oh nö, bitte nicht! Wir lagen gerade so gemütlich auf unseren Betten, Vorlesungen brauchten wir gerade gar nicht. Wir ließen sie ausfallen. Wir waren schließlich  noch neu, und um halb vier startete schon die zweite Yoga-Session. Die Zeit verging wie im Flug. Nach dem Nachmittagsyoga hatte man gerade mal 10 Minuten zum Duschen, dann läutete die Glocke zum Abendessen. Und dann gab es endlich meinen heiß ersehnten Orangensaft in der Health Hut, der Kneipe mit den Öffnungszeiten von 18:30 Uhr bis 19:30 Uhr, letzte Bestellannahme um 19:10 Uhr. Wir haben wieder nette Leute kennengelernt, Dermot, den Iren und einen ehrgeizigen Mountainbiker aus England, an der Grenze zu Schottland. Der O-Saft war ein Genuss, die Gespräche nett und schon ging das Licht aus: Sperrstunde in der Ashram-Kneipe. Kleine Feedback-Pause mit Dieter im Privatzimmer und schon läutete die Glocke zur Abendmeditation mit anschließendem Satsang. Am nächsten Tag gab es eine Überraschung: Statt Satsang und Meditation ein Silent Walk zum See. Um sechs Uhr mit 200 Leuten durchs Dorf, ohne ein Wort zu reden, meditatives Wandern. Herrlich!</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2238'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3419_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3419_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2237'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3417_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3417_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2254'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3414_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3414_klein" /></a>

<p>Ich fragte mich nur immer, was die ganzen Inder, denen wir unterwegs begegneten, wohl von dem Aufmarsch hielten? Andererseits dürfte ihnen das Ritual bekannt sein, da es schon seit Jahren zweimal die Woche von den Ashram-Besuchern praktiziert wird. An einer wunderschönen Stelle am See ließen wir uns zur Meditation nieder. Dann wurden die üblichen Lieder gesungen, und man machte sich auf den kommunikativen Rückweg. Wir haben Roger, den Mann aus Boston/UK kennengelernt, der aber schon seit Jahren an der australischen Westküste lebt, und Gabriele aus Deutschland, die schon zum wiederholten Mal hier Yoga-Urlaub macht. Nach einem würzigen Chai Masala, diesem belebenden, indischen Yogitee, ging es zum Morgenyoga und als Karma-Yoga durfte ich die Regale in der Boutique putzen. Auch dort lernte man natürlich gleich wieder Leute kennen: Maria aus Brasilien, die in Paris lebt, und die traurig darüber war, dass sie ihren Mann nicht dazu hatte überreden können, mit ihr hier Yoga-Urlaub zu machen, und die auch schon zum zweiten Mal hier war, und Rosemarie, die Studentin aus Deutschland, die schon am Samstag wieder abreisen würde. Dieter hatte seinen ersten Massagetermin und kam völlig ölig aber zufrieden und relaxt zurück. Er würde von nun an jeden Tag sich diese Wohltat gönnen. Abends in der Health Hut haben wir Deirdre und Ruaidhri, ein Pärchen aus Irland &#8211; wie Dermot- bei einem Riesenobstsalat kennengelernt, die schon eine Weile auf Reisen sind, und dann wieder für ein halbes Jahr arbeiten.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2239'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3434_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Roger und Tammi" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2241'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3447_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Maria, Ruaidhri und Deirdre" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2258'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3331_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Gabriele" /></a>

<p>Nach Berlin kommen sie auch bald, weil Deirdres Schwester dort lebt. Auch wenn wir nicht alles genau verstehen konnten, mochte ich sofort ihren irischen Dialekt und ihren selbstironischen Humor. Wir hatten totalen Spaß miteinander. Schnell wurde der Tagesablauf selbstverständlich, und ich war froh, dass Dieter die ganze Atmosphäre und das kommunikative Drumherum auch gefielen. Als alle Regale geputzt waren, bekam ich als Karma-Yoga schnell die verantwortungsvolle Tätigkeit zugeteilt, die Preise aller in der Boutique erhältlichen Produkte zu verifizieren. Das machte mich etwas Termin-unabhängiger, und als Julie merkte, dass ich meine Aufgabe ernst nahm und sie zuverlässig unterstützen würde, lösten sich alle sicher gegenseitigen, negativen Vorurteile in Wohlgefallen und Respekt füreinander auf. Als Staff-Mitglied musste sie einmal auch den Schweigemarsch zum See leiten und als Vorsängerin dienen. Sie bat alle, näher zusammenzurücken, weil ihre Stimme sonst nicht laut genug sein würde. Das eigentliche Problem bestand allerdings darin, dass sie einfach nicht singen konnte. Wie sie sich tapfer durch diese für sie schwierige Aufgabe gebissen hat, das hat mich tief beeindruckt. Mit der Hilfe von allen klang unser Singsang am Schluss doch wieder ganz passabel, und die Energie konnte fließen und gab allen Kraft. Am Ende unseres Ashram- Aufenthaltes habe ich Julie in den Arm genommen und ihr voller Überzeugung gesagt, dass sie einen verdammt guten Job dort mache. Dieter und Dermot bewiesen sich in ihrem Karma-Yoga Abend für Abend als potente Früchteschnippler, und manchmal gelang es uns, einen dieser delikaten Obstsalate für uns zurückstellen zu lassen. Am Freitag war immer frei, also Ausgang, wenn man wollte. Es wurde ein Ausflug in einem Bus zur indischen Südspitze angeboten. Dieter und ich wollten lieber mal allein zum See oder einfach ohne Programm das Areal genießen. Als wir eine Badestelle suchten, raschelte es im Gestrüpp, und eine etwa drei Meter lange, dicke, braune Schlange machte sich von dannen. Wir waren halt hier im tropischen Dschungel, Baden im See war laut Schildern verboten, es sollte Krokodile geben. Die allerdings würden Menschen nicht angreifen, erzählten angebliche Kenner und Schlaumeier. Auf der anderen Seite des Sees gab es einen Löwenpark. Es dauerte eine Weile, bis wir das Brüllen der Löwen, das häufig herüberschallte, überhaupt als solches erkannten. Von Gabriele hatten wir erfahren, dass sie jeden Tag nach dem Yoga im See schwimmen ging, ganz allein, andere taten es auch. Dieter wollte auf jeden Fall, ich zögerte wegen der Schlange. Dann habe ich es schließlich doch gewagt. Mir ist weder eine Schlange noch ein Krokodil begegnet, es war einfach schön.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2249'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6295_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6295_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2252'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3429_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Kein Tempel sondern eine Kirche" /></a>

<p>Einmal wurde ein rauschendes Fest gefeiert, als die ganzen Auszubildenden ihre Prüfung bestanden hatten. Da gab man sich besonders viel Mühe bei der Zubereitung des Essens, fürs Auge wurde es auf Bananenblättern serviert, der Rote-Beete-Salat hob sich somit besonders kontrastreich und farbenfroh ab, und alle Götter und Gurus in der Shiva-Halle wurden zur abendlichen Feier mit zu Ketten geflochtenen Blütenblättern behängt. Nachdem die 150 Abschlusszeugnisse ausgeteilt waren, wurde eine indisch-spirituelle Band angekündigt. Auf der Bühne erschienen fünf barbrüstige Männer fortgeschrittenen Alters, um die Hüften ein weißes Tuch gewunden. &#8220;Kamen die gerade aus der Sauna?&#8221;, dachten Dieter und ich parallel.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2234'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3389_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3389_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2256'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3381_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3381_klein" /></a>

<p>Zwei junge, normal gekleidete Trommler und eine Frau im Sari, vielleicht die Ehefrau des Vorsängers, gehörten auch zur Band. Und dann legten die los. Die Stimmung steigerte sich, die Energie von 150 jungen, glücklichen und gerade fertig ausgebildeten Yogalehrern, Ausbildern und 50 Urlaubern steigerte sich, bis die TTC&#8217;ler nicht mehr zu halten waren und überall getanzt wurde. Unsere Saunagänger der Band waren von dem tosenden Applaus so überwältigt, dass sie eine Zugabe nach der nächsten gaben, und die eigentliche Zubettgehzeit an diesem Abend weit überschritten wurde. Wir entzogen uns dem rauschenden Fest gegen 22:30 Uhr, Abschlussgebet und Götterverehrung musste heute nicht mehr sein. Die Glocke würde am nächsten Morgen wieder um 5:20 Uhr ertönen. Es war ein echt indischer, incredible Abend. Ganz besonders haben wir uns für die 34-jährige Linjun aus Shanghai gefreut,</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2257'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3330_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3330_klein" /></a>

<p>die wir am Nachmittag in der Teepause kennengelernt hatten, die bis jetzt in Kalifornien Neurowissenschaften studierte und nach ihrem Master ab Mitte Februar 2015 für drei Monate im New York City Ashram als Yogalehrerin arbeiten wird. Shanghai ist die Partnerstadt von Hamburg. Als wir Linjun fragten, ob sie denn auch den dortigen Hafen kenne, verneinte sie. Wie bitte? Konnte das sein? Es scheint in großen asiatischen Hafenstädten nicht unbedingt üblich zu sein, dass die Häfen für die Öffentlichkeit zugänglich oder gar eine Touristenattraktion sind wie in Hamburg. Das hatten wir ja schon in Mumbai gemerkt. Wir luden Linjun sofort ein, mal nach Hamburg zu kommen. Da würden wir ihr liebend gern unseren schönen, großen Hafen zeigen. In den nächsten Tagen wurde es deutlich leerer. Die meisten TTC&#8217;ler reisten ab, und so blieben nur die Urlauber übrig. Es kamen allerdings ständig neue Leute hinzu. Nach acht Tagen mussten wir unser Zimmer räumen. Es ging allerdings nur eine Etage tiefer, und wir hatten den gleichen Komfort wie bisher. Von einer Japanerin, der 31-jährigen Madoka nach meinem/r Lieblingsyogalehrer/in gefragt, antwortete ich sofort: Haridas aus Israel. Der machte einfach so klare und deutliche Ansagen und gab so tolle Hilfestellungen, dass jede/r das Maximum aus sich herausholen konnte. Auch Madoka fand ihn in ihrer Ausbildung super. Auch mit unseren neuen Nachbarn, Karine und Ronny aus Belgien, die beide schon lange Yoga machen und daher gleich in den fortgeschrittenen Kurs gingen, haben wir noch einen netten Abend in der Ashram-Kneipe verbracht. Auch Nicole, eine 71jährige Hawaii-Amerikanerin, die sich auf einen 3-monatigen Yoga-Aufenthalt gefreut hatte, und sich gleich am zweiten Tag übelst den Fuß gebrochen hatte, habe ich noch kurz kennengelernt. Sie war inzwischen in Rente, und ich hätte ihr stundenlang dabei zuhören können, was sie alles aus ihrem abwechslungsreichen Leben, von ihrer Arbeit bei der Unesco, und überhaupt, zu erzählen hatte. Auch Martha, die Polin, die gar nicht wie eine Polin, sondern eher wie eine flippige Südamerikanerin aussah, werde ich nicht vergessen, die fünf Jahre in Amsterdam gelebt hat und nun mit dieser Reise auf der Suche nach neuem  Glück war. Und auch nicht die vielen anderen, mit denen man diese elf Tage eng zusammen und intensiv verlebt hat.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2245'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3473_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3473_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2246'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3460_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Karine und Ronny" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2260'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3461_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Martha und Paul" /></a>

<p>Nach interessanten Lectures über ayurvedische Medizin und Pranayamas (Atemübungen) habe ich mir auch noch den Vortrag über positives Denken angehört. Darin stehe ich also noch ziemlich am Anfang, besonders was das negative Abstempeln von mir auf den ersten Blick unsympathischen Menschen angeht. Ich gebe es zu: Ich habe die ganze Zeit über den Kontakt zu Francisca, der Italienerin, bewusst gemieden, und dennoch ist sie mir immer wieder unter die Augen gekommen, und ich fand ihre äußerst individuelle Art, sich zu kleiden, bemerkenswert schön. Die Farben passten immer exzellent zusammen, waren irgendwie ein tolles italienisch- indisches Gemisch. Das hätte ich ihr ja auch mal sagen können! Habe ich aber nicht. Ich glaube, wenn ich in dieser Richtung mein gelerntes Schablonendenken etwas aufweichen könnte, würde es mir noch besser gehen. Am Ende unseres mal wieder grandiosen Ashram-Aufenthaltes ging es uns allerdings schon verdammt incredible gut!</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2242'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3452_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3452_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2259'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3400_klein1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Aylev und Tammi" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2244'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3467_klein1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3467_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2203'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6363_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Vishnu-Devananda" /></a>

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		<title>Ashram Beginners</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Dec 2014 06:16:38 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Sunil vom Hill Resort hatte uns netter Weise ein Taxi bestellt, und Myriel aus Belgien, die wir noch dort kennengelernt hatten, kam auch gleich mit. Wir kamen gegen 16 Uhr im Sivananda Yoga Vedanta Dhanvantari Ashram an. Dort hieß es &#8230; <a href="http://www.andie-on-tour.de/?p=2182">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sunil vom Hill Resort hatte uns netter Weise ein Taxi bestellt, und Myriel aus Belgien, die wir noch dort kennengelernt hatten, kam auch gleich mit. Wir kamen gegen 16 Uhr im Sivananda Yoga Vedanta Dhanvantari Ashram an.</p>
<p>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2209'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3432_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3432_klein" /></a>
<br />
Dort hieß es erst einmal: Anstehen. Da war vielleicht ein Betrieb! So viele Leute um uns herum aus aller Herren und Frauen Länder, das hatten wir gar nicht erwartet. Nach &#8216;ner gefühlten Stunde hatten wir endlich die Eincheck- Formalitäten erledigt und wurden zu unserem Zimmer geführt: Super! Mindestens 20 Quadratmeter! Zwei Betten, angeschlossenes Badezimmer, Klimaanlage, Propeller, Kühlschrank, Wasserkocher&#8230;soviel Luxus wäre wirklich nicht nötig gewesen! Aber schön war es doch! Das Zimmer sollten wir zunächst für eine Woche bewohnen können, dann müsste man weitersehen. Wunderbar, wir konnten uns ausbreiten. Nachdem wir unsere Betten bezogen hatten, machten wir uns ans Erforschen des Terrains. Hinter unserem Wohnhaus gab es eine &#8220;Health Hut&#8221;, eine Kneipe ohne Alkohol, mit langen Tischen, Bänken und einem Dach aus Kokosnusssblättern. Auf der Tafel stand geschrieben, dass es hier Obstsalate und Fruchtsäfte zu kaufen gebe. Da würden wir uns sicher gern mal aufhalten. Was für eine riesige Anlage das war!</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2195'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3364_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3364_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2196'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3365_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3365_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2197'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3366_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3366_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2205'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3363_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Shiva  Hall" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2211'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3352Klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3352Klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2207'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3367_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Health Hut" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2190'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3326_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3326_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2189'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3325_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3325_klein" /></a>

<p>Hinter uns die günstigeren Unterkünfte und Schlafsäle, den Weg zurück weiter unten zwei große, zu den Seiten offene Hallen übereinander. In einer machten gerade an die fünfzig Leute Yoga. Alles total diszipliniert, die Anleitungen erfolgten über Head-Sets und mindestens zwei Assistenten waren zum Korrigieren dabei. Dann links ein Laden und eine kleine Halle mit Trinkwasser. Davor ein mit Steinbänken versehener, schattiger Versammlungsplatz. Den Weg runter ein weiteres Gebäude: unten wohl die Küche, oben eine große, an den Seiten mit großen Fenstern versehene Esshalle. Daneben die Unterkünfte für die Mitarbeiter und überall dazwischen Palmen, Bananenbäume, Sträucher mit bunten Blüten, Rasenflächen, ein gepflegter Garten, mal ein Ganesha in einer rosa Lotusblüte, mal eine andere Götterstatue. Über der Esshalle ein Rooftop mit weiter Aussicht über die hügelige Landschaft Keralas! Mein Gott, war das schön! Auf der anderen Seite der zwei großen Yoga-Hallen die Rezeption, und durch das Eingangstor blickte man auf einen grün schimmernden See. Weiter links hoch ein Tempel. Dieter wollte sich gleich mal um Massagen kümmern, damit er nach exzessiven Yoga-Asanas &#8216;was zum Relaxen hätte, auf das er sich freuen könnte. Verständlich! Nach einigem Suchen fanden wir das angeschlossene Sivananda Health Institute, ließen uns Massagetermine geben, dann zurück zur Rezeption und wieder Anstellen zum Bezahlen. Das war geschafft! Wir brauchten noch Yogamatten. Wir erfuhren, dass man sich eine Geldkarte für bargeldlosen Zahlungsverkehr besorgen müsste, ohne die könnten wir nicht mal Klopapier kaufen. Zum dritten Mal an der Schlange vor der Rezeption anstellen und bloß nicht als ungeduldig auffallen &#8211; das wäre wirklich nicht gut fürs Karma. Eine Frau stand vor mir, die sich erdreistete, ihre Check-in-Formulare direkt am Schalter auszufüllen anstatt sich, wie alle anderen, dazu an die bereitstehenden Tische zu setzen. Als der Rezeptionsherr mich anblickte, um mein Anliegen vorzuziehen, meinte die Egoistin glatt, dass sie aber jetzt an der Reihe sei, und ich halt warten müsse. Die Frau, von der ich später erfuhr, dass sie aus Italien stammte, speicherte ich sofort als hektisch und unsympathisch ab, mit ihr würde ich sicher keinen näheren Umgang pflegen. Dieter und ich fühlten uns noch recht orientierungslos und leicht angestrengt in diesem ganzen Gewirr. Wir wollten uns gerade etwas genauer mit dem uns bevorstehenden Tagesablauf befassen, als eine große Glocke geläutet wurde: Essen fassen! Das war echt irre: Fast 200 Leute bewegten sich mit der größten Selbstverständlichkeit auf die große Essenshalle zu. Zu Hare-Krishna-Gesängen &#8211; ein Vorsänger sang in ein Mikro, die meisten wiederholten die ihnen bekannten Zeilen &#8211; wusch sich jede/r die Hände und nahm auf Bastmatten auf dem Boden vor einem mit Reis, Curry, Gemüse und Salat gefüllten Blechteller und einem Becher Kräutertee Platz.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2214'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3336_klein1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3336_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2215'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3437_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3437_klein" /></a>

<p>Durch die Fenster sah man die Sonne gerade rot leuchtend über dem Dschungel von Kerala untergehen. An den Wänden waren große Mandalas und Porträts der beiden Swamis Sivananda und Vishnu-Devananda aufgehängt. Letzterer war ein Schüler des namensgebenden Yoga-Gründers Sivananda, brachte diese Yoga-Richtung in den Westen, und ein erster Ashram entstand in Quebec/Kanada. 1978 wurde dann dieser vielleicht schönste und größte Ashram in Kerala von ihm gegründet. Beide Gurus stammten aus dieser Gegend. Nach dem &#8220;Hare Rama, Hare Krishna&#8221;-Lied wurde über Mikro ein Gebet gesprochen. Die meisten murmelten die uns unverständlichen Sanskritworte mit. Zum Schluss hieß es: &#8220;Enjoy your meal and keep silent!&#8221;. Alle saßen mit gekreuzten Beinen hinter ihrem Teller, und das große Mampfen fing an. Wie es in Indien üblich ist, wurde mit den Fingern der rechten Hand gegessen. Puh, war das anstrengend! Dauernd mussten wir unsere Sitzhaltung verändern und dabei den Teller in der Hand balancieren oder, wenn er am Boden stand, aufpassen, dass wir nicht aus Versehen mit dem Fuß hineingerieten oder den Becher umstießen.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2194'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3341_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3341_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2193'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3340_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3340_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2192'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/IMG_3339_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3339_klein" /></a>

<p class="wpview-selection-before">Ich hatte heimlich gehofft, dass ich durch mein regelmäßiges Pilatestraining und meine langjährige doch leider immer wieder unterbrochene Yoga-Praxis gelenkig genug sein würde für das Sitzen mit gekreuzten Beinen! War nicht! Für Dieter musste es noch schlimmer sein! Hoffentlich würde er nicht gleich am ersten Abend bereuen, sich mir zu Liebe auf dieses Abenteuer eingelassen zu haben! Den vielen Anderen hier schien die Sitzhaltung überhaupt nichts auszumachen, Manno! Noch während dieses ersten Dinners entdeckten wir einige, die mit Löffeln aßen. Gab es also, würden wir uns auch organisieren. Und beim neidisch-verstohlenen Beobachten der vielen so relaxten Leute um uns herum, bemerkten wir: Doch, da gab es auch ein paar Wenige, die hin und wieder ihre Sitzposition veränderten, und anscheinend ähnlich verzweifelt wie wir ihre Beine verrückten. Na Krischna und Rama sei Dank! Ich hätte mich ja so gern in die Sitzposition unserer beiden Kameltreiber aus Jaisalmer begeben, aber auch die für die meisten Inder so bequeme Hocke hätte ich ja kaum zwei Minuten lang ausgehalten. Die meisten Essensteilnehmer trugen ein T-Shirt mit der Aufschrift &#8220;Teachers Training Course&#8221;. Es waren lauter junge Leute aus aller Welt, die meisten so zwischen 18 und 40 Jahre alt. Sie absolvierten hier eine vierwöchige Yoga-Lehrer-Ausbildung. Der Rest waren wohl Leute wie wir, Yoga-Urlauber. Es gab so vier, fünf Ältere, auch älter als wir, aber auch das Gros der Urlauber war jünger, so zwischen 25 und 45. Während des Abendessens liefen drei bis vier Leute mit Eimern durch die Reihen und teilten Nachschläge aus, soviel und sooft man wollte. War man fertig, stand man auf, spülte Teller und Becher im Abwaschbereich, und fertig. Ein gut durchorganisiertes, funktionierendes Ritual, das auch mit 200 Leuten ruhig und manierlich ablief. Wir schafften es gerade noch rechtzeitig zu den Öffnungszeiten in die Ashram-Boutique, um mit unserer neuen Zahlkarte zwei Yogamatten und das notwendige Klopapier zu erstehen. Die Frau, die für den Verkauf im Laden verantwortlich war, sie kam aus Kolumbien, schien mir reichlich bummelig und langsam zu sein. Alle wollten etwas von ihr, sie schien mit ihren überdies nur dürftigen Englischkenntnissen überfordert zu sein. Oder war ich zu ungeduldig? Auch hier bildete sich schnell wieder eine lange Schlange an der Kasse, man musste warten. Endlich hatten wir unsere Yogamatten und das Klopapier und konnten uns in unser angenehm klimatisiertes Zimmer zurückziehen. Wir streckten uns satt und gespannt auf den nächsten Tag auf unseren Betten aus. Warum eigentlich nicht mal früh schlafen gehen? Morgen würden wir eh um 5:20 Uhr geweckt werden. Und die vielen Leute um uns herum und die vielen neuen Eindrücke wollten verdaut werden. Wir waren gerade am Ausziehen, da wurde zum zweiten Mal die Glocke geläutet. Ich fragte eine Nachbarin &#8211; sie war ausnahmsweise mal mindestens zehn Jahre älter als wir &#8211; was das denn zu bedeuten habe: Für alle verpflichtende Abendmeditation und Singsang seien angesagt. Das hatten wir glatt übersehen. Schnell wieder rein in die Klamotten, es war warm und dunkel draußen, ein leichter Wind wehte, und ab in die große, offene &#8220;Shiva-Halle&#8221;, wo vorhin Yoga praktiziert worden war. Aus Lautsprechern tönte uns ein monotones &#8220;Ohom&#8221; entgegen, es brannte Kerzenlicht. Wieder waren in Reihen Bastmatten auf dem Fußboden ausgerollt, an die 20 Leute saßen schon in Meditationshaltung, also wieder in diesem unbequemen Schneidersitz, da. Vorn ein großer Altar. In der Mitte tanzte, leicht angestrahlt, ein goldener Shiva in einem goldenen Rad. Links und rechts davon zwei weitere Götterstatuen und weiter zu uns hin &#8211; ebenfalls gedämpft beleuchtet &#8211; Porträts und Statuen der beiden Swamis Sivananda und Vishnu-Devananda in Meditationspose. Das sah schummerig beeindruckend aus, sehr heilig, auf jeden Fall einladend zum Meditieren. Wir setzten uns so etwa in die fünfte Reihe. Irgendwann nahmen oben auf, bzw. vor der Bühne drei Leute Platz: eine, hagere, in weiße Tücher gehüllte Frau, mit streng nach hinten gescheiteltem Haar, zwischen dreißig und fünfzig, ein charismatischer, Yoga-trainierter junger Mann &#8211; vielleicht ein angehender Swami &#8211; und ein grauhaariger Herr mittleren Alters mit auffällig markantem Kinn. Letzterer sang ein wohlklingendes &#8220;Om&#8221; ins Mikro und begann mit der Anleitung zur Meditation.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2200'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6324_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2220'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6326_kelin1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Weg" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2221'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6330_klein1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="zur" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2222'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/12/SAM_6333_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Erleuchtung!    Puh!!!" /></a>

<p>Wir gaben unser Bestes. Aber klar, da klappte noch gar nichts. Es zog noch dazu durch die Torbögen der offenen Halle. Ich musste mir mein Tuch fester über die Schultern ziehen und versuchte, mich zu konzentrieren. Oh, Manno, meine Beine! Dieter saß ganz ruhig da. Potzblitz! Wie macht er das denn? Alle Achtung! Und dann entdeckte ich auch noch die Italienerin zwei Reihen vor mir. Lieber schnell wieder die Augen schließen und atmen. Ok, irgendwann war es zu Ende. Wieder ließ der Grauhaarige zwei bis fünf &#8220;Oms&#8221; erschallen, alle stimmten ein, und die Weiß-Betuchte begann zu singen und auf einer Art elektronischen Zither, die sie auf dem Schoß hielt, zu spielen. Sie wurde Dieter und mir trotz ihrer einigermaßen passablen Stimme nicht sympathischer, wir speicherten sie schnell unter der Rubrik jungfräulich frustrierte Lehrerin alter englischer Schule ab. Dennoch, der Chor der Anwesenden stimmte in ihre Sanskritgesänge ein, es wurde immer wilder, es wurde getrommelt und gerasselt und gesungen, als wäre Weihnachten und Silvester zusammen. Die Energie von an die zweihundert jungen Leuten kumulierte, es kam Stimmung auf. In den Liedern wurde Frieden für alle gewünscht, sämtliche Hindugötter wurden geehrt und gelobpreist, aber auch Jesus und Mohammed und Buddha und Moses und natürlich die beiden Swamis Sivananda und Vishnu-Devananda. Dazu schwenkte jemand vor den Götter- oder Gurustatuen auf dem Altar ehrfürchtig ein Feuer. Es störte niemanden, wenn ein Hund oder zwei Katzen durch die Reihen huschten, sich irgendwo niederließen und auf ihre Art an der Zeremonie teilnahmen. Am Ende dieses Satsangs, wie sich die Veranstaltung nannte, nuschelte die Frau in Weiß noch irgendwelche Ankündigungen für den nächsten Tag ins Mikro, die wir leider nicht vollständig verstanden. Um halb zehn war Schluss. Jeder bekam noch eine kleine Süßigkeit, dann war Schlafenszeit. Wir konnten ins Bett, endlich!</p>
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		<title>Auf in den Ashram</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Nov 2014 05:46:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auch in Neyyar Dam scheint wieder die Sonne, und man höre und staune: Wir haben heute Morgen religiösen Gesang und Glocken läuten hören. Sunil meinte, das schalle von der unten im Dorf gelegenen Kirche zu uns herauf. Hier in Südindien &#8230; <a href="http://www.andie-on-tour.de/?p=2169">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auch in Neyyar Dam scheint wieder die Sonne, und man höre und staune: Wir haben heute Morgen religiösen Gesang und Glocken läuten hören. Sunil meinte, das schalle von der unten im Dorf gelegenen Kirche zu uns herauf. Hier in Südindien gibt es anscheinend mehrere, größere und ihren Glauben zelebrierende christliche Gemeinden. Als geborene Christen aber ansonsten atheistisch Gläubige wünschen wir allen unseren offenen und heimlichen Reisebegleitern eine angenehme Adventszeit.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2171'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/image1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Vorweihnachtszeit..." /></a>

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		<title>Neyyar Dam im Hill Resort</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2014 16:10:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute Morgen war es immer noch feucht, aber der Regen hatte aufgehört. Um uns herum nur Vogelgezwitscher, Grillenzirpen und ein Rauschen vom gegenüberliegenden Wasserfall mit Stausee. Es gab zwei Pfannkuchen zum Frühstück, lecker! Wir haben den ganzen Tag damit zugebracht, &#8230; <a href="http://www.andie-on-tour.de/?p=2151">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Morgen war es immer noch feucht, aber der Regen hatte aufgehört. Um uns herum nur Vogelgezwitscher, Grillenzirpen und ein Rauschen vom gegenüberliegenden Wasserfall mit Stausee. Es gab zwei Pfannkuchen zum Frühstück, lecker! Wir haben den ganzen Tag damit zugebracht, auf der Terrasse unserer niedlichen, kleinen Hütte Fotos in unseren Blog zu laden. Um 13 Uhr eine Lunchpause &#8211; supergeiles Gemüsecurry -, kurzer Mittagsschlaf, dann eine indische Ganzkörpermassage. Tat ja so gut! Es fing wieder an, in Strömen zu gießen. Es sind dabei natürlich trotzdem immer noch mindestens 28 Grad, also bloß kein Mitleid <img src="http://www.andie-on-tour.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif" alt=";-)" class="wp-smiley" /> Wir dürften dann heute Abend mit unseren Fotos up-to-date sein. Morgen geht es für elf Tage in einen Ashram zum Full-Time-Yoga. Dann melden wir uns wieder.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2159'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3315_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3315_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2161'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3316_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3316_klein" /></a>

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		<title>Von Mumbai nach Neyyar Dam</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2014 14:04:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Um neun Uhr stand das Taxi bereit für die Fahrt zum Domestic Airport. Um zehn Uhr waren wir dort und erfuhren, dass unser Flug nach Trivandrum zwar nicht gecancelt aber auf 17 Uhr abends verschoben worden war, man hätte uns &#8230; <a href="http://www.andie-on-tour.de/?p=2080">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Um neun Uhr stand das Taxi bereit für die Fahrt zum Domestic Airport. Um zehn Uhr waren wir dort und erfuhren, dass unser Flug nach Trivandrum zwar nicht gecancelt aber auf 17 Uhr abends verschoben worden war, man hätte uns ja schon Anfang November benachrichtigt. Miste! Das hatten wir übersehen. Jetzt hieß es also sieben Stunden im Flughafen warten. Zeit, unsere Mumbai-Erlebnisse zu verarbeiten und aufzuschreiben. Gegen 17:30 Uhr hoben wir endlich ab, und zwei Stunden später kamen wir heil, jedoch ärgerlicher Weise im Dunkeln, in Trivandrum an. Wir organisierten uns sofort ein Prepaid-Taxi und weiter ging&#8217;s durch lebhafte, südindische Dörfer. Was wir sahen, machte einen eher sauberen Eindruck &#8211; die Luft war extrem feucht, es hatte den ganzen Tag geregnet. Irgendwann klingelte Dieters Telefon. Es war der Hotelier, dem ich noch in Mumbai unsere verspätete Ankunft mitgeteilt hatte. Er erklärte dem Taxifahrer, wo er uns rauslassen könne. Er würde uns dann mit einem Jeep abholen lassen, da die Straße zu seinem Resort für normale Autos nicht befahrbar sei. Auch das noch! Wir fanden zum Glück gerade noch rechtzeitig einen ATM-Automaten für Bargeld, und Dieter konnte auch sein Handy-Guthaben auffüllen. Dann kam der Jeep, und es ging einen abenteuerlich schmalen Weg durch Pfützen und Schlaglöcher entlang &#8211; dass es am Rand steil bergab ging, konnte ich zum Glück nicht sehen &#8211; und endlich um halb zehn erreichten wir unser Hill Resort auf 1000 Metern Höhe. Sunil und seine Angestellten nahmen uns freudig in Empfang, zeigten uns die Hütte, wo wir zwei Nächte unterkommen sollten und bereiteten uns trotz der schon fortgeschrittenen Tageszeit ein herrliches Gemüsecurry mit Chapati. Mücken soll es hier trotz des für diese Jahreszeit ungewöhnlichen Regens kaum geben.</p>

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		<title>Mumbai Tag 5</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2014 08:33:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nachdem klar war, dass es mit einer Sightseeing-Tour durch Bollywood-Studios nichts werden würde &#8211; wir haben es mit der Online-Bezahlung nicht hinbekommen und im Nachhinein waren wir auch gar nicht traurig drum &#8211; hatten wir Zeit, noch einmal zum Nariman &#8230; <a href="http://www.andie-on-tour.de/?p=2030">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem klar war, dass es mit einer Sightseeing-Tour durch Bollywood-Studios nichts werden würde &#8211; wir haben es mit der Online-Bezahlung nicht hinbekommen und im Nachhinein waren wir auch gar nicht traurig drum &#8211; hatten wir Zeit, noch einmal zum Nariman Point zu schlendern, wo der &#8220;Happy Ending&#8221;- Film so kitschig-schön endete. Und wir hatten Zeit, durch so manches teure Einkaufszentrum zu bummeln, das wir beim ersten Spaziergang durch das Viertel hinter schlichten Betonfassaden nicht vermutet und daher glatt übersehen hatten. Es war noch früh am Morgen, man kam nach dem Routine-Sicherheitscheck zwar schon hinein, aber die meisten Geschäfte waren noch geschlossen. Das gab es also auch in Mumbai: mehrstöckige Einkaufszentren mit den feinsten Shops, alle hinter Glas sorgfältig gesichert, wie in Hamburgs Europa-Passage. Die ersten Geschäftsleute öffneten, versuchten uns hineinzulocken: &#8220;Good morning Madam, good morning Sir, have a look! Nice shawls!&#8221; Klar, hier gab es auch einen Friseur, der mit Sicherheit einen europäischen Haarschnitt für mich hinbekommen hätte, zu einem europäischen Preis, versteht sich, aber das brauchte ich ja nicht mehr. Mein Gott, was waren das für Extreme in dieser Stadt! Auf der einen Seite die vielen Bettler,  jungen Mütter mit ihren Kleinkindern, Schuhputzer und kleinen Händlersgehilfen, die jede Nacht auf den Straßen schliefen, auf der anderen Seite diese Luxuspaläste zum Shoppen. Und dieses Einkaufszentrum hier war noch nicht mal eines für die Superreichen, wie es sie unten beim Nariman Point gab. Dieses hier war wohl eher für Leute wie uns gedacht.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2136'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3275_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3275_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2140'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6210_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6210_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2138'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3279_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Happy Ending am Nariman Point" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2137'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3277_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Haute Mumbai" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2139'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3284_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3284_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2142'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3308_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Auch ein Banker muss mal essen" /></a>

<p>Ein Sightseeing-Highlight stand noch aus: die National Gallery of Modern Art. Hier gab es gerade eine wirklich überwältigend faszinierende Ausstellung zum Thema Akustik: Töne, Musik, Heilung, Instrumente, Weiblichkeit, Göttinnen &#8211; mit allem wurde experimentiert und man wurde eingeladen, selbst Hand anzulegen. Es machte total Spaß, mit den Ausstellungsstücken Töne zu erzeugen, eine Kettenreaktion in Gang zu setzen, Lingams zu berühren und dadurch eine Melodie hervorzurufen oder eine indische Göttin einen Dämon besiegen zu sehen, in diesem Fall in Gestalt eines brennenden Mannes. War das die weibliche Rache an den Witwenverbrennungen der Vorzeit? Auch indische Schulklassen waren unterwegs und brachten die Galerie zum Klingen. So manchem Besucher mochte der Geräuschpegel zwar eher als chaotischer Lärm in den Ohren gedröhnt haben, aber sobald man selbst mitmischte, siegte einfach das Vergnügen.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2145'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3293_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3293_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2146'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3295_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3295_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2144'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3292_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3292_klein" /></a>

<p>Danach gingen wir in einen Musikladen und deckten uns mit indischen CDs ein, um später auch eine musikalische Erinnerung an unsere Reise zu haben. Auf dem Weg zum Lunchlokal machten wir den unausweichlichen Abstecher zu unserer Lieblings-Saftbar und schlürften einen Ganga-Yamuna, einen Orangen-Mandarinen-Mix, frisch gepresst, einfach nicht zu toppen. Auf den Bombay Duck, ein Eidechsen-Fisch-Gericht in dem auf parsisches Essen spezialisierten Restaurant bei uns um die Ecke mussten wir leider verzichten, war &#8220;out&#8221;, wir waren zu spät. Nach einer ausgiebigen Mittagsruhe im Hotelzimmer machten wir uns auf zu unserem Sunset-Mumbai-Abschiedsdinner, auf die Rooftop-Terrasse des InterConti. Um kurz vor sechs leuchtete die Sonne dunkelrot am Horizont, wir hatten den allerbesten Blick auf die Skyline von Mumbai und bekamen die besten Plätze mit Aussicht. Es war ein stinknormaler Donnerstag Abend, daher kein Gedrängel in Mumbais angesagtester Poolbar. Am Nachbartisch feierte ein Inder mit Freunden und amerikanischen Frauen Geburtstag. Der Alkohol floss als wäre es Wasser, die Leute, besonders die Frauen, waren schon nach kurzer Zeit betrunken, wurden peinlich laut und entblößten in breitestem amerikanischen Slang Intimes aus ihrem Privatleben, das niemanden interessierte. Wir genossen trotzdem unseren letzten Abend hoch über dem Marine Drive von Mumbai. Wir bestellten einen Sunset-Downer-Cocktail, &#8216;ne Sangria, Sodas und einen Ziegenkäse-Spinat-Pfannkuchen. Das passte. Ein letzter Abstecher zu unserer Saftbar und dann:Tschüß, Mumbai, du aufstrebende, moderne indische Stadt der großen Extreme! Vergiss nur deine Armen nicht! Morgen würde es für uns weitergehen, nach Südindien.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2141'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6237_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Namaste Mumbai!" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2147'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6251_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6251_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2148'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3177_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Ganga &amp; Yamuna, mhmm!" /></a>

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		<title>Mumbai Tag 4</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2014 05:54:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute wollte Dieter unbedingt zum Crawford Markt, einem Must-have-seen von Mumbai. Haben uns für 50 Rupien (etwa 80 Cent) im Taxi dorthin fahren lassen. An der Halle wurden wir gleich von einem Herrn abgefangen, der meinte, dass wir diesen Teil &#8230; <a href="http://www.andie-on-tour.de/?p=2024">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wollte Dieter unbedingt zum Crawford Markt, einem Must-have-seen von Mumbai. Haben uns für 50 Rupien (etwa 80 Cent) im Taxi dorthin fahren lassen. An der Halle wurden wir gleich von einem Herrn abgefangen, der meinte, dass wir diesen Teil des Markts nur in Begleitung eines Führers betreten dürften. Gelesen hatten wir sowas, eigentlich wollten wir lieber ohne, aber schon waren wir mit ihm drin. Gemüse, Obst, Geflügel, gab es da, Fleisch und Fisch wurden gehackt und verarbeitet, in Käfigen wurden Hundewelpen, Katzen, Papageien zum Kauf angeboten &#8211; es roch nach Federvieh und totem Fleisch.</p>
<p>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2104'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3266_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3266_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2103'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6101_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6101_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2105'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3268_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3268_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2107'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6060_klein-e1417266946703-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6060_klein" /></a>
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<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2111'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6085_klein-e1417266918741-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6085_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2112'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6095_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6095_klein" /></a>
<br />
Und dann kamen wir zu den Gewürzen. Noch ehe wir uns versahen, füllte ein eifriger Inder sämtliche Gewürze und Masalas in Schüsseln ab und reichte sie uns zum Riechen. Köstlich! Seine Geschäftstüchtigkeit und die Begeisterung, mit der er uns grünen Curry, indischen Curry, indisches Masala, Zimt, Safran, Pfeffer, Chai, Chai-Gewürzmischung und vieles mehr präsentierte, waren einfach umwerfend, und einmal mehr konnten wir diesem Charme nicht widerstehen. Wir wollten von allem etwas, und vergaßen, nach dem Preis zu fragen. Dabei sind wir doch schon Indien-erfahren! Ein deutsches Pärchen mit ihrem Führer kam zu uns und fragte, was wir denn bezahlen würden, und ob es günstig sei. Dieter versuchte ihnen noch mitzugeben, dass wir natürlich zu teuer eingekauft hätten, aber da wurden wir von unserem Gewürzhändler schon zu einem grandiosen Chai eingeladen &#8211; das war allemal drin im Preis. Was soll&#8217;s, wir sind und bleiben halt naive, reiche Touris, und die Inder herzlich gute, gewiefte und irgendwie sympathische Geschäftsleute.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2116'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6108_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Inder bleibt Inder" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2115'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3272_klein1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Touri bleibt" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2114'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3271_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Touri" /></a>

<p class="wpview-selection-before">Nein, zum Kleider- und Tüchermarkt wollten wir nicht mehr. Wir gaben unserem &#8220;Guide&#8221; ein paar Rupienscheine, und ab ging&#8217;s per Taxi zum händlergeschützten Prince-of-Wales-Museum. Wieder so ein von den Engländern erbauter Prachtpalast. Es gab Steinmetzarbeiten, indisches Kunsthandwerk aus dem 14. Jahrhundert, Alltagsgegenstände der Reichen zu sehen,</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2117'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6112_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6112_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2123'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6172_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6172_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2120'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6137_klein-e1417268355137-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6137_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2118'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6125_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6125_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2121'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6142_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6142_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2119'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6133_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6133_klein" /></a>

<p class="wpview-selection-before">aber das Grandioseste kam zum Schluss: eine Ausstellung von in Indien lebenden, ausgestopften Tieren. Von einem großen Vogel mit Nashornschnabel, über Sägerochen, Kobras und Pythons zu einem zweieinhalb Tonnen schweren Riesennashorn und zu guter Letzt zu dem Highlight, das wir im Chitwan-Nationalpark vergeblich gesucht hatten: dem weißen Tiger. Hier bekamen wir ihn endlich in natürlicher Schönheit, wenn auch als ausgestopfte Leiche, zu sehen: absolut beeindruckend!</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2122'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6169_klein-e1417268380161-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6169_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2125'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6159klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6159klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2126'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6147_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6147_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2127'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6155_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6155_klein" /></a>

<p>Den Nachmittag verbrachten wir in unserem angenehm klimatisierten Hotelzimmer, der Blog sollte weiter geschrieben werden, ein Friseurtermin stand an &#8211; man hätte mir auch gleich einen Topf auf den Kopf stellen können. Also so ein bisschen mit Rausschneiden war nicht drin, nur zwei Zentimeter kürzen &#8211; ich hab&#8217;s überstanden und muss mich an meine neue Frisur immer noch gewöhnen.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2128'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6056_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="&quot;Madam, wie hätten Sie&#039;s denn gern?&quot;" /></a>

<p>Dieter hingegen lief sofort gut gestylt mit indischem Einheitsschnitt rum, perfekt rasiert für zwei Tage, Gesichtsmassage inklusive. Er war zufrieden, und ich mochte ihn gern so anschauen. Wir spazierten noch durch die Shoppingmeile von Colaba</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2129'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6173_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Es weihnachtet" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2131'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6183_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="auch in Bombai" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2130'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6180_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Alkoholverkauf" /></a>

<p>und gingen schließlich zum zweiten Mal in dem Fischrestaurant vom ersten Abend essen: Ich bestellte gegrillte Krabben und Dieter gebratene King&#8217;s Prawns. War wieder lecker.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mumbai Tag 3</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Nov 2014 11:29:37 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Morgen sind wir nach einem hervorragenden Frühstück gleich wieder zum Taj Mahal Hotel von Mumbai. Da wollten wir doch mal gucken. Ist von uns aus nur &#8216;ne viertel Stunde zu Fuß. Optimal! Sicherheitscheck und drin waren wir. Boh, alles &#8230; <a href="http://www.andie-on-tour.de/?p=2002">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Morgen sind wir nach einem hervorragenden Frühstück gleich wieder zum Taj Mahal Hotel von Mumbai. Da wollten wir doch mal gucken. Ist von uns aus nur &#8216;ne viertel Stunde zu Fuß. Optimal! Sicherheitscheck und drin waren wir. Boh, alles vom Feinsten! Und überall ein aphrodisierender Duft, Zitrone, Limone und mehr, so wie es wohl früher auch in den Maharadschapalästen gerochen haben muss. Eine Frühstücksterrasse mit Sicht über das Gateway of India und den schnuggeligen Hafen &#8211; sehr nett! Die Bildergalerie durften wir uns ansehen: die Beatles waren schon hier und Mick Jagger natürlich. In Vitrinen wurden kostbare Kleider und Schmuck ausgestellt. Weiter nach oben durften wir dann aber nicht. Wir waren ja keine residents, hatten unsere Suite-Nummer nicht parat. Wir hatten sowieso genug gesehen.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2089'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3232_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3232_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2090'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3235_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3235_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2091'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3237_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3237_klein" /></a>

<p>Wir kauften uns im Hafen zwei Economy Class Tickets für die Fähre nach Elephanta (umgerechnet zwei Euro), damit sollte man im Boot oben auf Deck, auf den besseren Plätzen sitzen können. Trotzdem hielt vor der Treppe Einer die Hand auf und meinte 10 Rupien extra (zwölf Cent). Tja, mit den doofen, reichen Touris kann man&#8217;s ja machen. Auf dem Ticket stand drauf, dass man den Bootsleuten nichts extra geben sollte &#8211; haben wir natürlich erst später gelesen. Nach einer einstündigen, ruhigen Bootsfahrt, vorbei am Militärhafen &#8211; fotografieren strengstens verboten! &#8211; vorbei an Containerschiffen, auch ein Kreuzfahrtsschiff war zu sehen, kamen wir auf der Insel Elephanta an. Sie ist mit ihren in den Fels gehauenen Höhlentempeln aus dem achten Jahrhundert wieder ein Weltkulturerbe. Zunächst ging es ein kleines Stück per Bimmelbahn, vorbei an, na klar: Verkaufsbuden. Dann musste man Steinstufen hochklettern, alles war mit Plastikplanen überdacht, am Rand: genau, Verkaufsbuden. Wie auf Helgoland, nur indisch.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2092'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3264_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3264_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2093'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6037_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6037_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2094'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5992_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_5992_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2095'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6008_klein-e1417264848373-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6008_klein" /></a>

<p>Endlich der Eingang zur ersten Tempelhöhle. Man musste seine Sachen festhalten: Affengefahr. In den Höhlen war es schön kühl, draußen mindestens 36 Grad. Da kam so ein Tempel gerade recht. Faszinierend, was die Steinmetze im achten Jahrhundert hier gehauen haben! Dass das nicht längst eingestürzt ist, sondern sich bis heute stabil gehalten hat, alle Achtung! Ein dreiköpfiger Shiva war zu bestaunen und Shiva mit seiner Gefährtin Parvati, reich verzierte Säulen stützten den Rest des Felsens. Es gab noch sieben oder acht weitere hinduistische Götterstätten, alles sehenswert, aber es war auf den Wegen dazwischen immer heiß.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2096'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5984_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_5984_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2097'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3253_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3253_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2098'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5962_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_5962_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2099'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5972_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_5972_klein" /></a>

<p>Trotzdem streiften wir noch ein bisschen über die Insel, kamen an alten Kanonen aus irgendeinem überflüssigen Krieg vorbei, aber das wars dann auch. Kein Badestrand, wie es ihn sicher bei uns auf einer Touristeninsel im Meer geben würde, lud zu einem Erfrischungsbad. Stattdessen indische Currys, Schals, Lassis, Obstsalat, Buddhas, Stein-Elefanten,-Schildkröten, Ganeshas usw. Nach einer ausgiebigen Lunchpause im Schatten machten wir uns schließlich mit der Fähre auf den Rückweg. Abends sind wir noch ins Kino. Ein Bollywood-Schinken in Mumbai musste einfach sein!  &#8220;Happy Ending&#8221;. Auf Hindi mit vielen englischen Einsprengseln, so dass wir irgendwie folgen konnten. Großartiges Klischeekino, bunt, witzig, der indische Traum vom Reich- und Schönsein, wie ihn sicher die meisten der jungen Inder, die am Wochenende auf die Poolterrasse des InterConti strömen, träumen. Nun hatten wir sie also auch kennengelernt, die Bollywoodgrößen aus Mumbai: Govinda, Saif Ali Khan und Ileana D&#8217;Cruz.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2101'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6231_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6231_klein" /></a>

<p>Leider spielte der Film nur ganz am Schluss in Mumbai, hauptsächlich in Kalifornien, wo wir beide noch nicht waren! Aber immerhin: den Nariman Point beim Happy End haben wir sofort wiedererkannt.</p>
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		<title>Mumbai Tag 2</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Nov 2014 09:56:53 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben uns heute ein Taxi bestellt und uns zu den Sightseeing-Highlights Mumbais fahren lassen. Zuerst Gateway of India. Alles war streng bewacht, man musste, um zum Tor vorzudringen, wieder durch den Taschen- und Bodycheck. Es war heiß und diesig, &#8230; <a href="http://www.andie-on-tour.de/?p=1995">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben uns heute ein Taxi bestellt und uns zu den Sightseeing-Highlights Mumbais fahren lassen. Zuerst Gateway of India. Alles war streng bewacht, man musste, um zum Tor vorzudringen, wieder durch den Taschen- und Bodycheck. Es war heiß und diesig, viele Touristen ließen sich von Profi-Fotografen oder solchen, die vorgaben dies zu sein, ablichten. Dieses Tor war also 1911 zu Ehren eines Besuchs von König George V. und Queen Mary erbaut worden und ist seitdem das Mumbais Wahrzeichen. Gegenüber das von dem Großindustriellen Tata aus Rache erbaute Taj Mahal von Mumbai. Herrn Tata wurde damals als Nicht-Weißem der Zugang zum besten Hotel der Stadt verweigert, und schwups, ließ er ein eigenes, natürlich viel schöneres direkt daneben bauen. Seines hat überlebt, (das andere nicht) und dürfte das teuerste Hotel Mumbais sein. Als Touri hat man nach dem üblichen Sicherheitscheck Zugang, als bettelarmer Straßeninder eher nicht. Soweit ging die Rache von Herrn Tata dann doch nicht.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2055'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6049_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Willkomm Höft in Mumbai" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2059'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5772_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Herrn Tatas  Rache" /></a>

<p>Wir schauten uns eine Weile das bunte Treiben am Hafen an, und schmiedeten Pläne für die nächsten Tage. Weiter ging es zum Chhatrapati Shivaji Terminus, zu dem von den Engländern 1887 erbauten Victoria Terminus, ein überaus prunkvolles, reich verziertes Gebäude, das zum Weltkulturerbe zählt. Von den Millionen Berufstätigen, die täglich die Sicherheitsschleusen vor den Gleisen passieren, und hinein- und herauseilen, schien es allerdings kaum noch als Juwel wahrgenommen zu werden. Wer kann es ihnen verdenken? Um den Bahnhof herum: Basar. Saftbuden &#8211; die leckersten frisch gepressten Fruchtsäfte wurden angeboten, man wird süchtig danach &#8211; Imbisse, Kopier-, Druck- und Internetstände, Schuhputzer, alles, was das Herz begehrt. Man fragt sich ob des überwältigenden Waren- und Dienstleistungsangebots wie die vielen Menschen bloß davon leben können.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2056'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3196_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3196_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2057'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5785_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_5785_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2061'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3185_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3185_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2060'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5803_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_5803_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2063'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_6257_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_6257_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2064'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5793_klein-e1417240561616-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_5793_klein" /></a>

<p>Wir ließen uns den Marine Drive entlang fahren und machten beim InterConti eine Cola-Pause. Mit neun Euro waren wir dabei. Diesmal hatten wir die Dachterrasse im ersten Stock für uns allein. Und auch in die Poolbar gelangten wir ohne Gedrängel, nur zum Gucken. Es wurde gerade aufgeräumt und sauber gemacht. Ja, sehr chic hier oben! Hamburg kann allerdings mit seinen Rooftop-Bars im Sommer durchaus mithalten.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2068'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3198_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Blickwinkel Upper Class" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2067'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5817_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Dome-Lounge" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2066'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5814_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Selfie am Pool" /></a>

<p>Nächster Stop am Chowpatty Beach: Zum Baden sei es hier wenig geeignet, zu schmutzig! Abends solle es hier schöner sein, wussten wir schon von unserem Taxifahrer. Deshalb ging es schnell weiter. Nächster Halt: das Mausoleum von Haji Ali Bukhari, einem muslimischen Heiligen, mit Moschee. Wir gelangten über einen langen Damm zum Inselgrabmal des Mystikers. Links und rechts von den Fußgängerströmen Verkaufsbuden mit Kitsch und Plunder der grässlichsten und eigentlich überflüssigsten Sorte. Wir fragten uns einmal mehr: &#8220;Wer soll das bitteschön alles kaufen?&#8221; Und ganz am Rand, den ganzen Damm entlang, Bettler, Krüppel ohne Hände ohne Beine, warum? Die grausamsten Verdächtigungen gehen einem nie mehr aus dem Kopf &#8211; schlafende kleine Kinder, manchmal völlig allein ohne ihre Mütter. Wer passt bloß auf, dass sie nicht ins Wasser fallen, wenn sie aufwachen? Das Heiligtum interessierte uns eher weniger, aber die vielen Menschen drumherum, die an einem Stand auf ein Essen auf Discountmarken warteten, scheinbar fröhlich am Baden oder am Waschen waren, oder ihre Schlaflager in dem Rohbau &#8211; vielleicht ein zukünftiges Hotel? &#8211; neben dem Mausoleum eingerichtet hatten, und sich im schönsten hellgelben Chiffonkleid ihr langes, schwarzes Haar kämmten &#8211; Mumbais Schneewittchen warteten auf den Prinzen &#8211; waren wieder incredible.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2069'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3208_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3208_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2071'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5871_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_5871_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2070'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3213_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3213_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2072'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5881_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_5881_klein" /></a>

<p>Danach ging es auf den Malabar Hill, zu den Hängenden Gärten. Es war eine schöne Parkanlage mit Büschen, die schon mal in Form eines Pfaus geschnitten waren oder mit netten Plätzen im Schatten, die zum Verweilen einluden &#8211; aber das wars auch schon. Gleich nebenan der Kamala-Nehru-Park, mit einem Schuh als Spielgerüst für Kinder. Im letzten Moment konnte ich Dieter davon abhalten, auf den Schuh zu steigen, er war nur für bis Zwölfjährige ausgelegt.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2076'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5835_kelin-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Wo hängt hier eigentlich was?" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2075'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5853_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Frau Nehrus Klettergerüst" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2074'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5851_klein-e1417243136490-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Schöne Aussicht mit Pfauenfederfächer" /></a>

<p>Wir haben die Türme des Schweigens gar nicht gesehen, wo es zur parsischen Bestattungszeremonie gehören soll, auf der Turmspitze menschliche Leichen den Geiern zum Fraß zu überlassen. Abgesehen davon, dass man dort sowieso keinen Zutritt gehabt hätte, reichte uns diese Vorstellung in unserer Phantasie völlig aus, und wir hatten an Elendseindrücken für die nächste Zeit eh genug. Weiter ging es über die Sealink-Hängebrücke, vorbei an edlen Geschäften und vornehmen Häusern &#8211; zwischendurch aber immer wieder Arme, Kühe, Dreck und Motor-Rikschas &#8211; zum Juhu-Strand. Dort haben wir dann tatsächlich unsere Füße ins Arabische Meer gesteckt. Es war brütend heiß und feucht um die Mittagszeit, wir setzten uns auf eine Imbissterrasse in den Schatten und bestellten &#8216;ne Pizza. Direkt unter uns die Dächer von mit Satellitenschüsseln ausgestatteten Slum-Verkaufsbuden und dahinter: weiter, goldener Strand.</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2084'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3218_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3218_klein" /></a>
<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2085'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/SAM_5902_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="SAM_5902_klein" /></a>

<p>Als wir zum Taxi zurückkamen, war unser Fahrer eingeschlafen und schnarchte fröhlich vor sich hin. Wir haben vorsichtig an die Scheibe geklopft &#8211; war schon okay. Die Rückfahrt war schwierig: Feierabend-Verkehr in Mumbai. Wir haben zwei Stunden länger gebraucht als bei der Hinfahrt, die meiste Zeit standen wir im Stau. Unserem Taxidriver war das sehr unangenehm, und nachdem er zwei waghalsige Überholmanöver in atemberaubender Geschwindigkeit unternommen hatte, versicherten wir ihm, dass wir für heute sowieso genug gesehen hätten und überhaupt: Safety First!</p>

<a href='http://www.andie-on-tour.de/?attachment_id=2083'><img width="150" height="150" src="http://www.andie-on-tour.de/wp-content/uploads/2014/11/IMG_3221_klein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_3221_klein" /></a>

<p>&nbsp;</p>
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