Buenos Aires Tag 6

Heute war unser letzter Schultag. Schade! Hat echt Spaß gemacht, mal wieder zur Schule zu gehen und noch dazu in solch einer faszinierenden Stadt! Der Test war relativ einfach, aber es gab auch kleine Schwierigkeiten, die von uns Deutschen immer wieder falsch gemacht werden. Nach der Schulentlassung – sehr nett gemacht mit Fotosession für jede Gruppe, Verabschiedung durch den Schulleiter und Tschüsssagen zu den Mitstudenten – sind Dieter und ich nach Hause.

Ich musste mich ausruhen, meine Erkältung raubte mir jegliche Energie. Nachmittags konnte ich dann aber doch wieder an einer zweistündigen, geführten Tour durch Puerto Madero teilnehmen. Eine Lehrerin unserer Schule, Roxanna, leitete den Spaziergang. Das war richtig klasse, so viel Spanisch habe ich in der ganzen Woche nicht geredet, gehört und verstanden. Puerto Madero erinnert an Hamburgs Hafencity. Ist auch so ein neuer, moderner Stadtteil mit vielen Glasfront-Hochhäusern einerseits und zu Wohnungen aufgepeppten alten Speicherhallen andererseits. Natürlich für den Normalbürger hier wie dort unbezahlbar. Es war gemütlich, an der Dockpromenade entlang zu spazieren, und auf Spanisch erzählt zu bekommen, dass die Puente de la mujer in ihrer Form an eine Tangopose erinnern soll. Mit etwas Phantasie schien das plausibel und passend.

Alle Straßen tragen hier die Namen von Frauen, die etwas Besonderes geleistet haben. Das ist doch mal was! Wir kamen an einer Anne-Frank-Statue vorbei und an einer Nana von Niki de Saint Phalle. Alles sehr weiblich hier im eher als Macholand bekannten Argentinien. Überraschend und erstaunlich.

Dann kamen wir zum Reserva Costanera Sur, einem Naturschutzgebiet, das dem Río de la Plata vorgelagert ist. Schon in den Bäumen am Eingang konnten wir grün-bunte Papageien und am Ufer Reiher beobachten. Wir schlenderten die Promenade am Reservat entlang, wo in zahlreichen Buden die leckersten Kuchen, Brote und Getränke zu einem günstigen Preis angeboten wurden, und Tische und Stühle aufgestellt waren, die zum Verweilen einluden mit weitem Blick über das Naturschutzgebiet. Die Promenade ist gleichzeitig ein Walk of Fame der bekanntesten argentinischen Sportler, die alle paar Meter als Statuen auftauchen, und wo auf Tafeln die sportlichen Leistungen festgehalten sind.

Dann ging es zurück, und wir mussten uns auch von Diane und Jeff verabschieden. Bin gespannt, ob wir uns in Kanada oder in Hamburg mal wiedersehen.

Das wäre toll! Zu weiteren Aktivitäten war ich am Abend wegen meiner Erkältung leider nicht mehr in der Lage.

Ein Gedanke zu “Buenos Aires Tag 6

  1. Das hört sich mal wieder sehr schön an. Die Tangotanzschritte und das bisschen Spanisch werden euch sicher gut weiterhelfen. :) Sehr schön geschrieben, doch frage ich mich diesmal, wo sind die BILDER? :D

    Ich hatte gestern mit Emina einen schönen Valentinstag, wir waren zuerst in einem amerikanischen Restaurant in Hamburg “thebird” und sind danach in den Film “Fifty Shades of Grey” gegangen. Heute fahre ich zu Oma und werde mich um sie ein wenig kümmern. Euch noch weiterhin viel Spaß.
    Auch einen netten Gruß von Emina.
    Bis dann
    Kuss
    Marcel

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