Nach einem guten Frühstück machten wir uns auf in Richtung chilenischer Grenze. Immer die Ruta provincial 48 entlang, die Schotterpiste, die 1952 schon der junge Ché auf seiner Norton18 OHV, genannt “La Poderosa II” gebrettert sein soll.
- Und ewig lockt die Piste
Um uns herum: Staub, Steine, Zypressen, Pehuén-Bäume, die im Nationalpark Lanín besonders geschützt sind, und hinten die Anden. Wir legten unsere Tango-CD in den Player. Schön! Nach etwa 30 Kilometer erreichten wir die Playa de Yuco.
- Baden…
- dann doch…
- lieber nicht
Es war ein friedliches, lauschiges Plätzchen, felsiger Strand, glasklares Wasser, auf einem Schild wurde vor der Kälte und Tiefe des Lago Lácar gewarnt. Dieter hat seinen Fuß hineingesteckt: so etwa16 Grad, meinte er. Gegen 12 Uhr mittags trudelten weitere aber wenige Urlauber ein, um, wie wir, auf den Felsen ein Sonnenbad zu nehmen. Weiter ging es nach Westen. Nach nur fünf Kilometern lockte ein Schild “Café” uns erneut von der Route ab. Es ging einen Kilometer lang auf einem schmalen Holperweg entlang – zwei Autos hätten nicht aneinander vorbei gepasst – bis wie aus dem Nichts diese Oase auftauchte. In einem großen, gepflegten Garten im Schatten von zwei mindestens hundert Jahre alten Eichen – zuerst dachten wir, die könnte nur ein deutscher Auswanderer hierher gebracht haben, aber dann dämmerte es uns, dass es sich wohl um die hier ebenfalls geschützten Borkeneichen handeln könnte – ließen wir uns mit einem Salat, Käsekuchen und Kaffee verwöhnen.
- Kaffee und Kuchen…
- unter Eichen
Um halb drei holperten wir in unserem Chevi weiter. Die Grenze war unspektakulär: eine Schranke, ein Häuschen und dahinter lag dann Chile. Die Straße dort drüben sah noch schlechter aus als die auf der argentinischen Seite. Wir kehrten um und kamen am Ausflugslokal Hua Hum vorbei, wo ein- oder zweimal am Tag sogar ein Bus verkehrt.
- Grenze nach Chile
- Urlauber in …
- Hua Hum
Alles sehr lieblich und ruhig hier. Und dann ging es wieder zurück. Aber ein beschaulicher Ausflug ohne Abenteuer ist mit Dieter ja nicht zu haben. Also machten wir kurz vor San Martín noch einen Abstecher zum Mirador Bandurrias. Die Straße dorthin war noch mindestens zwei Kategorien schlechter als die Schotterpiste der RP. Zweimal kamen uns ein Traktor und ein LKW entgegen. Mir stockte jedes Mal der Atem, aber Dieter meisterte das Ausweichmanöver souverän. Und die Aussicht auf den Lago Lácar war dann wirklich grandios. Völlig verstaubt kamen wir gegen 18 Uhr zum Hotel zurück. Bravo Chevi, du hast gut durchgehalten!




























































