Heute hatten wir in unserem Chevi eine Rundtour um den Lago Nahuel Huapi geplant. Dazu mussten wir tanken. Schon während der Suche nach einer Tankstelle war uns aufgefallen, dass an einer mindestens zehn Autos warteten. Wir hatten eine ohne Schlange entdeckt. Aber leider: kein Super erhältlich. Benzin war hier anscheinend knapp, oha! Wir fuhren nach Navi zu einer Tanke außerhalb Bariloches. Das klappte. Dieter besorgte auch gleich noch einen Reservekanister mit fünf Extralitern. Der Kanister war nicht dicht. Schon nach wenigen Kilometern stank es erbärmlich nach Benzin im Auto. Wir würden einen Sicherheitskanister kaufen müssen. Wir fuhren die Straße am See entlang. Sehr hübsch hier. Die Gegend wird nicht umsonst auch die “Argentinische Schweiz” genannt. Nach etwa 10 Kilometern kamen wir an die Playa bonita. Es war allerdings nicht der Strand, der so verführerisch einladend war, sondern die kleine Strandbar.
- Am Lago…
- Nahuel Huapi
Wir gönnten uns einen Kaffee, sahen den sich sonnenbadenden Leuten zu und genossen die Urlaubsatmosphäre vor bergig-zackiger Kulisse. Weiter ging es um den Lago Nahuel Huapi herum. Gegen viertel nach zwei kamen wir zur Halbinsel Llao Llao mit einem Luxushotel und dem Hafen Puerto Pañuelo. Gerade stand ein Schiff, die Modesta Victoria, zur Abfahrt in den Nationalpark Bosque de Arrayanes und zur Insel Victoria bereit. Wir zögerten nicht lange, holten noch ein paar warme Sachen aus dem Auto und schon legten wir ab.
- Spontane…
- Seen-Kreuzfahrt
Das passte mal wieder zu uns, oder zumindest zu Dieter. Mir geht es häufig eher ein bisschen zu schnell. Aber jetzt war es okay. Die Modesta Victoria war ein altes Passagierschiff aus dem Jahre 1937, in Holland gebaut und urgemütlich.
- Anlegestelle auf Quetrihue
Nach etwa zwei Stunden über den See legten wir auf der Halbinsel Quetrihue im Nationalpark von Los Arrayanes an. Man konnte 45 Minuten lang durch den legendären und auf der Welt einzigartigen Wald von Arrayán-Myrthenbäumen wandern.
- Geschützter Zauberwald
Die Bäume hier sind bis zu 600 Jahre alt und bis zu zwanzig Meter hoch. Ein magisch-gigantisches Schauspiel. Dann ging es weiter zur Insel Victoria im Nahuel Huapi Nationalpark. Wieder eine angenehme Schiffsfahrt im Sonnenschein. Auf La Victoria hatten wir etwas länger Aufenthalt und entschieden uns für einen einstündigen Spaziergang durch die für uns exotischen Wälder zu einem Aussichtspunkt.
- Treppen?!! Kennen wir …
- Bis hoch oben, kein Problem!
- Strand auch noch
Wir schafften es in einer Dreiviertelstunde, so dass wir auch noch auf die andere Seite zum Strand konnten. Es war ein heftiger Wind aufgekommen, zum Baden war es zu kalt. Gegen 19:30 Uhr waren wir in Puerto Pañuelo zurück. Wir besorgten noch einen Sicherheitskanister für unser Reservebenzin – 25 Euro, Manno! – und hofften, dass sich der penetrante Geruch bald verflüchtigen würde. Abends sind wir gleich noch einmal in das nette, gut besuchte Lokal von gestern gegangen. Und morgen geht es schon weiter.











