Ärmliche Dörfer wechselten sich mit kargen Landstrichen und landwirtschaftlich genutzten Flächen ab. Je weiter es nach Westen ging, desto mehr konnte man die nahende Wüste erahnen.
Dann wurde es wieder indisch geschäftig, laut und voll. Wir kamen in die Millionenstadt Jodhpur. Das Sightseeing-Highlight, das eigentlich auf unserer Route lag, Kumbalgarh, wieder eine riesige Festung mit Palästen, ließen wir aus. Wir kommen ja schon so mit den ganzen Forts und Tempeln, die wir angeschaut haben, durcheinander. Und das, obwohl ich alles aufschreibe. Ajit setzte uns an einer Hauptstraße ab, und wir mussten mit ‘ner Motor-Rikscha weiter, weil die Gassen zu unserem Gästehaus zu eng wurden. Einer der beiden Herbergsbrüder holte uns ab. Es ist ein total niedlich und liebevoll eingerichtetes Zimmer, das wir bewohnen sollten. Als Nachttische haben wir zwei Elefanten. Die Dusche ist wieder im Klo, so dass immer der ganze Boden nach dem Duschen voller Wasser ist. Wenn man nur mal auf Toilette will, bekommt man nasse Füße, aber das kannten wir ja schon. Es gibt wieder eine Dachterrasse, diesmal mit Blick auf das Fort. Abends ist es erleuchtet und sieht schön aus. Wir wohnen mitten in der Altstadt, um uns herum: Basar. Wir haben uns durch die engen Gassen gedrängt. Es gab wirklich alles: Stoffe, Saris, Schneider, Textilien jeder Art, Elektrogeräte, Fahrräder, Planen, Obst, Kitsch, Süßigkeiten, Teigtaschen mit leckerster Gemüsefüllung, frisch gepresste Mango-Orange-Zuckerrohrsäfte…
- Frisch gepresster Zuckerrohrsaft 10Rs
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Nur lange konnten wir es nicht aushalten: der Gestank der Motorrad -und Rikschafahrer war immens. Wir sind lieber zurück auf unsere Dachterrasse.









